Erste Hilfe bei Juckreiz

Juckreiz – dann kennen Sie das auch:

Unangenehm juckt es auf dem Rücken, an den Armen oder auf der Kopfhaut. Sie leiden unter wiederkehrendem starkem Juckreiz und haben dauernd den Impuls, sich zu kratzen. Vielleicht ist Ihre Haut durch das Kratzen noch mehr in Mitleidenschaft gezogen.

Ihr Lebensalltag ist sehr belastet durch die wiederkehrenden Juckreiz-Schübe? In Meetings oder im Restaurant ist es Ihnen sehr unangenehm, wenn Sie sich häufig kratzen müssen? Mittlerweile leiden in Deutschland knapp 20 Prozent der Berufstätigen unter einem lästigen Juckreiz auf der Haut, dies hat kürzlich die Zeitung „Welt“ berichtet. Wenn Sie betroffen sind, ist es Ihnen bestimmt auch peinlich, darüber zu sprechen.

Ob am ganzen Körper oder nur auf der Kopfhaut, Juckreiz (Pruritus) ist ein sehr unangenehmes Gefühl. Man kratzt sich an der betroffenen Stelle, scheuert oder drückt daran herum.

Was ist  eigentlich Juckreiz?

Unsere Haut enthält viele Nervenendigungen. Die oberflächlichen Nervenendigungen können auf viele verschiedene Botenstoffe aus der Haut und dem Blut mit der Entwicklung von Juckreiz reagieren. Durch die unterschiedlichen Botenstoffe erklären sich auch die verschiedenen Juckempfindungen wie reines Jucken, stechendes oder brennendes Jucken, schmerzendes Kribbeln, usw. Die Juckempfindung wird über die Nerven des Rückenmarks zum Gehirn transportiert. Und dort wird unmittelbar das Verlangen, sich zu kratzen, ausgelöst.

Juckreiz, der mehr als sechs Wochen lang anhält, heißt in der Fachsprache Pruritus. Pruritus kann viele verschiedene Ursachen haben.

Wie entsteht Juckreiz?

Juckreiz kann viele verschiedene Ursachen haben.

Ist die Haut zusätzlich zum Juckreiz sichtbar entzündet, dann steckt größtenteils eine Hautkrankheit dahinter.

So tritt er bei verschiedenen Hauterkrankungen als sehr unangenehmer Nebeneffekt auf:

Die Haut ist unser größtes Ausscheidungsorgan. Infolgedessen reagiert unser Körper stets dann über die Haut, wenn seine anderen Ausleitungsorgane (Nieren, Darm) kurz- oder längerfristig überfordert sind. Säuren und Stoffwechselrückstände, die sich im Körper eingelagert haben und über die normalen Ausleitungsorgane wie Nieren und Darm nicht mehr entsorgt werden können, werden demzufolge über die Haut ausgeschieden.

Ist der Organismus zusätzlich noch geschwächt, übersäuert oder vergiftet, kann die Ausleitung über die Haut unangenehm werden. Die Haut beginnt zu jucken, ist insgesamt sehr trocken und gereizt; es können sich Bläschen oder sogar offene, teilweise nässende Stellen bilden. Chronische Hauterkrankungen sind die Folge.

Juckreiz ist eine Begleiterscheinung bei folgenden Hauterkrankungen:

Bei Allergien: Durch den Kontakt mit der allergenen Substanz kommt es zur Ausschüttung von Histamin. Dadurch entstehen auf der Haut juckende Pusteln und Schwellungen.

Bei Neurodermitis, Ekzem: Ein häufiges Symptom bei Neurodermitis ist der Juckreiz. An den „typischen“ Hautstellen (z.B. Armbeugen, Kniekehlen) ist die Hautbarriere gestört und die Haut ist gereizt, rissig, schuppig und juckt.

Bei Psoriasis, Schuppenflechte: Bei einer Schuppenflechte entwickeln sich vorzugsweise am Haaransatz, den Ellenbogen und/oder Knien schuppende und stark juckende Hautstellen.

Bei Urtikaria, Nesselsucht:  Diese äußern sich durch Pusteln, Bläschen, Verkrustungen und Pruritus (Juckreiz).

Bei Candidose: Durch den Befall von Hautpilz entsteht eine juckende Hautrötung, die besonders in den Hautfalten unangenehm riechen kann.

Bei Xerodermie: Hier wir die Haut durch eine verminderte Talgproduktion trocken und spröde. Dies kann einen vermehrten Juckreiz zur Folge haben.

Es gibt noch verschiedene andere Auslöser.

  • Juckreiz kann durch Umweltfaktoren wie Kontakt mit Juckreiz- auslösenden Pflanzen oder Tieren (wie Brennnessel, Giftsumach, Eichenprozessionsspinner).
  • Juckreiz durch innere Erkrankungen wie Nieren- oder Lebererkrankungen ausgelöst werden.
  • Juckreiz bei infektiösen Krankheiten wie Windpocken und Masern

Auch durch Nebenwirkungen bei Medikamenten kann ein Juckreiz ausgelöst werden. Häufig ist dies bei zum Beispiel Antibiotika, Psychopharmaka, Mittel gegen Bluthochdruck oder Blutgerinnungshemmern der Fall. Auch Aidspatienten kennen das Problem, denn durch die antivirale Therapie wird ebenfalls oft ein Juckreiz ausgelöst.

Meine Tipps für Sie zur Linderung des Juckreizes:
  • Ein Bad mit Pfefferminzöl:

Bei einem Juckreiz am gesamten Körper kann ein Bad mit Pfefferminzöl genommen werden. Dafür die Badewanne mit lauwarmem Wasser füllen und einige Tropfen Pfefferminzöl dazu geben. Das Bad für 30 Minuten genießen und den Körper dann trockentupfen und mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme oder etwas Olivenöl eincremen. Das Bad täglich wiederholen.

  • Pfefferminz-Öl-Paste zum Selbstherstellen:
  • Dafür 3 bis 4 Tropfen Pfefferminzöl mit 1 Esslöffel Kokosöl, Olivenöl oder Mandelöl mischen. Die Mischung auf die betroffene Hautstelle geben und sanft einmassieren, so dass das Öl in die Haut tief eindringt. Die Anwendung 1 bis 2 Mal täglich wiederholen. Diese Paste ist eher für kleinere Flächen geeignet.
  • Wenn Sie an einer Allergie leiden, prüfen Sie bitte vorher, ob Sie die Bestandteile vertragen können.
  • Kühlen: Das beruhigt und lindert den Juckreiz. Infrage kommen dafür zum Beispiel:
  • kühlende Lotionen, Cremes oder Salbe, kühlende, feuchte Umschläge – etwa mit kaltem Schwarztee
  • kurze kalte Duschen
  • luftige und atmungsaktive Kleidung und Bettwäsche, niedrig temperierte Wohnräume
  • Kühlelemente oder Eis – wobei die Haut vor Erfrierungen geschützt werden muss (außer bei Kälteurtikaria).
  • Hautverletzungen können Sie umgehen, wenn Sie die Fingernägel kurz halten und lieber mit einem weichen Tuch die Haut reiben statt mit den Fingern zu kratzen.
  • Tägliche Hautpflege mit einem für Sie verträglichen Pflegeprodukt.

Möchten Sie Ihren Juckreiz und die Ursache angehen? Dann nehmen Sie mit mir Kontakt auf. Neben Entsäuerung und innerer Reinigung nutzen wir vor allem die homöopathische Heilweise zur Behandlung von Juckreiz und den darunterliegenden Beschwerden.

Dann vereinbaren Sie einen Termin. Ich unterstütze Sie gerne.

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