Die Zistrose –Allrounder für‘s Immunsystem

Die Inhaltsstoffe der Zistrose – insbesondere der Zistrosentee –  haben sich oft als hilfreich für unser Immunsystem gezeigt, besonders bei Infekten, die durch Viren hervorgerufen werden.

Deshalb empfehle ich die Zistrose gerne als Schutz für das Immunsystem, gerade in Zeiten von hohem Infektionsaufkommen, wie wir sie gerade erleben. Im Jahr 1999 wurde sie zur Pflanze Europas gekürt.

Bei einem Griechenland-Urlaub haben Sie sicher schon den würzig-aromatischen Duft der Zistrose bemerkt. Ihr natürlicher Standort ist heute v.a. im Mittelmeerraum. Ergiebig wächst sie auf den magnesiumhaltigen Böden der Chalkidiki, v.a. rund um den berühmten Berg Athos, vergesellschaftet mit Rosmarin, Salbei, Thymian und anderen Pflanzen der Macchia. 

Die graubehaarte Zistrose (Cistus incanus) wurde schon im 4. Jahrhundert vor Christus als Heilpflanze genutzt. In Ägypten und Sudan verwendete man „Labdanum“, „Laudanum“ – das Harz der Zistrose – bei Hauterkrankungen und zur Wundversorgung. Volkstümlich werden Zistrosenblätter und Zistrosenkraut heute noch innerlich bei Durchfall und Erkältungskrankheiten und zur Stärkung des Immunsystems, äußerlich bei Hauterkrankungen wie z.B. Neurodermitis angewendet.

Labdanum wird heute noch als Räucherwerk und in der Parfümherstellung verwendet.

V.a. im Mittelalter haben einige Kräuterbücher das als Cisto bezeichnete Heilkraut gegen Durchfall und bei Darmerkrankungen aufgeführt. 

Wussten Sie es:

Die Zistrose gehört nicht zu den Rosengewächsen, die graubehaarte Zistrose und ihre Artverwandten bilden eine eigene Familie, die Zistrosengewächse mit ca. 20 Unterarten. Der graubehaarten Zistrose (Cistus incanus) wird dabei eine besonders starke Heilkraft nachgesagt, da sie reichhaltig an heilenden und antioxidativ wirksamen Substanzen ist. 

Zistrose Immunsystem Heilpraktikerin Dr. Röll-Bolz Karlsruhe

Zistrose als Immunbooster

In ihren Ursprungsländern hat die Anwendung der Zistrose als Heilpflanze eine lange Tradition. Sie wird v.a. gegen Infektionen aller Art geschätzt. Laut Erfahrungsheilkunde wirkt sie bei bakteriellen und viralen Infekten und stärkt das Immunsystem Ihr hoher Gehalt an Polyphenolen lässt auf ihre antioxidative Wirkung schließen. So wird sie auch als Anti-Aging-Mittel gepriesen.

Zistrose unterstützt das Immunsystem. Die Polyphenole der Zistrose haben ein hohes antioxidatives Potential, das dem Zellschutz dient – vergleichbar mit den Polyphenolen in Rotwein und in OPC-Produkten. Die Inhaltsstoffe der griechischen Zistrose haben ein hohes antivirales Potential, wie in Studien gezeigt worden ist. Der Extrakt aus der Zistrose verhindert scheinbar, dass sich das Virus an Proteine binden kann, um in die Zellen einzudringen. Cistus incanus dient somit als Zellschutz und kann eine gute Vorbeugung und Schutz gegen grippale Infektionen sein.

Bei einer großen Viruslast, d.h., wenn bereits ein Infekt mit Fieber aufgetreten ist, wirkt es wahrscheinlich eher schwächer als andere Heilpflanzen, wie z.B. der Holunder. 

Traditionell wird in Griechenland der Tee aus den Blättern der Zistrose bei Halsschmerzen, Schnupfen und Erkältungssymptomen getrunken. Er dient auch als Erfrischungsgetränk, gerne gemischt mit Melisse oder Eisenkraut. 

Was steckt drin in der Zistrose

Polyphenole Flavonoide, hauptsächlich Quercetin-, Myricetin-und Kampferolglycoside und Terpenoide, Harz (Ladanum = Labdanum).

Bemerkenswert ist der hohe Gehalt an Polyphenolen in der Zistrose. Ähnlich aktiv sind nur wenige andere Pflanzen, z.B. die Apfelbeere, der Granatapfel, und rote Weintrauben. 

Zistrose als Heilpflanze

Die Heilwirkung von Zistrosen wurde in den letzten Jahren wieder erforscht und auf den neuesten Stand gebracht. V.a. nach ihrer Ernennung zur Pflanze Europas ist sie auch wieder in den wissenschaftlichen Forschungsmittelpunkt gerückt.

Cistus entgiftet den ganzen Organismus und hat sich bei den verschiedensten Entzündungen als hilfreich erwiesen. Egal ob Entzündungen der Mund- Magen- oder Darmschleimhaut, Cistus – als Tinktur, oder als Tee verabreicht – beruhigt und harmonisiert. 

Zistrose wird auch in Kombination mit DMSO als Pflanzenextrakt verwendet.

Wegen ihrer antiviralen und keimtötenden Wirkung kommt die Zistrose auch häufig bei der naturheilkundlichen Behandlung von Borreliose und zur Ausleitung von Schwermetallen zur Verwendung.

Meiner Erfahrung nach ist ihr größtes Einsatzgebiet aber die Vorbeugung viraler Infekte und die Stärkung des Immunsystems:

Die in der Zistrose enthaltenen Tannine binden sich an Proteine der Schleimhäute und besetzen die dortigen Angriffspunkte für Viren. Vor einigen Jahren konnte In Zellkulturen gezeigt werden, dass Zistrosenextrakte Viren inaktivieren und ihre Vermehrung in vitro verhindern können. (Rebensburg S, Helfer M, Schneider M, Koppensteiner H, Eberle J, Schindler M, Gürtler L, Brack-Werner R.: Potent in vitro antiviral activityofCistusincanusextractagainstHIV andFilovirusestargetsviral envelopeproteins.SciRep. 2016 Feb 2;6:20394. doi: 10.1038/srep20394).

Äußerlich kann ich Zistrosenanwendungen bei Haut- und Schleimhauterkrankungen empfehlen: Als Spülung, Waschung; Auflagen oder als Salbe leistet sie wertvolle Dienste, z.B. bei Wundliegen, Entzündungen im Mund, Akne, Neurodermitis: Also allen Arten von Entzündungen im Mund- und Schleimhautbereich.

Zubereitung und Darreichungsformen in der Pflanzenheilkunde

innerlich: als Tee, Kapseln, Extrakt, Sirup, Lutschtabletten.

äußerlich: als Salbe, Creme, Umschlag, Wickel, Waschung, Gurgellösung.

Es gibt bereits eine Fülle von Präparaten auf dem Markt. Erste Studien bei Erkältungen und Infektionen der oberen Atemwege gibt es mit Lutschtabletten: Sie lassen eine Wirkung annehmen, da sich Krankheitsdauer, wie auch Beschwerden reduzierten.

Zistrosentee und andere Rezepte aus meiner Naturheilpraxis:

Zistrosentee zur Stärkung des Immunsystems:

Die Zistrose wird nach der Ernte im Schatten durch frische Meeresluft getrocknet und dann als Kraut im Fachhandel angeboten.

So können Sie den Zistrosentee herstellen:

  • Eine Handvoll Kraut (ca.10 g) mit 200 ml kochendem Wasser überbrühen, 
  • 5 Min. ziehen lassen, bitte nicht länger, sonst schmeckt der Tee bitter.
  • dann abseihen. 
  • entweder heiß oder gekühlt trinken
  • Sie können mit frischer Zitrone und einem Teelöffel Honig verfeinern.
  • 1 Tasse täglich hält das Immunsystem fit.
  • Sie können den Tee auch mit Salbei und Sonnenhut kombinieren.

Für die Hautpflege:

Ein konzentrierter Tee-Aufguss:

  • 100 ml Wasser auf dem Herd zum Kochen bringen,
  • Ca. 10 Gramm Tee (1 Handvoll) in das kochende Wasser geben,
  • ungefähr fünf Minuten lang kochen lassen, 
  • dann Abseihen, 
  • Tränken Sie mit der Teeflüssigkeit ein Tuch oder ein Schwämmchen und tupfen Sie die betroffenen Hautstellen ab. 
  • Auch das Auflegen von Zistrosen Kompressen oder Umschlägen ist möglich.
  • Bei Geschwüren im Mund oder am Zahnfleisch können Sie mit der Teelösung 3x tgl. gurgeln. 

Zistrosen-Lutschtabletten:

Beim Aufenthalt in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Großraumbüro, im Schulunterricht, bei Lehrveranstaltungen: mehrmals täglich lutschen, es stärkt die unspezifische Immunabwehr in unserer Mundschleimhaut.

Nun wünsche ich Ihnen viel Erfolg und Freude bei der Anwendung und Erfahrung mit der wunderbaren Zistrose.

Für weitere Fragen und eine Terminvereinbarung rufen Sie mich gerne an:

Tel. 0721/ 9631 8378.

Hier können Sie online einen Behandlungstermin buchen:

Ihre Heilpraktikerin in Karlsruhe, Dr. Claudia Röll-Bolz.

 

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