Tägliche Trinkmenge

Die 7 Gründe, warum ausreichend Wassertrinken für unseren Körper so wichtig ist:
Warum ist es für unsere Gesundheit so wichtig, täglich ausreichend  Wasser zu trinken?

Heute möchte ich mich mal einem allgemeinen Thema widmen, das mir jeden Tag in meiner Naturheilpraxis begegnet:

Seien Sie jetzt ehrlich: Trinken Sie jeden Tag ausreichend?

Wie viel ist überhaupt ausreichend, fragen Sie sich jetzt vielleicht.

Immer wieder mache ich im Praxisalltag die Erfahrung, dass bei meinen Patienten eine Unklarheit besteht, wie viel und was getrunken werden sollte. Deshalb möchte ich in dem Blogbeitrag jetzt einmal genauer darauf eingehen.

Wasser hilft unserem Körper, Schlackenstoffe auszuscheiden und wichtige Nährstoffe aufzunehmen.

Der menschliche Wasserhaushalt

Wir Menschen bestehen überwiegend aus Wasser. So entfallen bei Erwachsenen 60% des Körpergewichts auf Wasser. Wir haben unterschiedliche Flüssigkeitsräume in unserem Körper:

Die  Körperzellen bestehen zu 50% aus Wasser. Ein Teil davon befindet sich innerhalb der Körperzellen (intrazellulär), ein Teil außerhalb, im sogenannten  der Extrazellularraum, der die Zellen umgibt. Die extrazelluläre Flüssigkeit verteilt sich auf den Plasmaraum (Blutgefäße) und auf das Interstitium, das unsere Zellen wie ein Kanalnetz umgibt.

Was sind die Aufgaben unseres Wasserhaushaltes:
  • Wasser ist ein Lösungsmittel für verschiedene Teilchen. Es hält verschiedene Moleküle und Elektrolyte in Lösung. Wasser transportiert in unserem Körper Nährstoffe, Wirkstoffe, Elektrolyte, Zellen, usw. Abfallprodukte des Stoffwechsels werden abtransportiert und können dann über die Nieren, den Darm oder über die Atmung (als CO2) ausgeschieden werden.
  • Wasser ist am Wärmeausgleich beteiligt. Es nimmt Wärme nur langsam auf und gibt sie nur langsam ab.
  • Wasser ist ein Hauptbestandteil der Schleimhäute und dient dadurch der Sekretbildung. Wird zu wenig getrunken, dann können z.B. die Nasenschleimhäute schneller austrocknen und ihre Schutzbarriere nicht gut aufrechterhalten.

Wir können die getrunkene Menge aber nicht lange auf Vorrat speichern. Wir scheiden jeden Tag über unsere Nieren, den Darm, Lunge und Haut ungefähr 2,5 l an Flüssigkeit aus  – bei Hitze, körperlicher Anstrengung oder Fieber noch mehr.

Welche Indikatoren können Ihnen aufzeigen, dass Sie über den Tag verteilt zu wenig Trinkmenge aufnehmen:

  • Leichte Kopfschmerzen,
  • Konzentrations- und Kreislaufprobleme,
  • trockene Haut,
  • dunkler Urin und
  • Verstopfung   können einen Mangel an Flüssigkeit anzeigen.
Warum ist es so wichtig, dass wir jeden Tag ausreichend Flüssigkeit zu uns nehmen:

Die Regulation unseres Wasserhaushaltes erfolgt auf mehreren Ebenen.

Durch das Durstgefühl erfolgt eine grobe Regulation, die aber häufig gestört sein kann. Wir können nicht automatisch schlussfolgern, dass wir ohne Durstgefühl schon  genügend Flüssigkeit zu uns genommen haben.

Die Feinregulation erfolgt über die Haut, die Lunge, Leber, Bindegewebe (=Interstitium) und

besonders über die Niere über verschiedene Regelkreise, die die Aufnahme und Abgabe im Gleichgewicht halten.

Unsere Gehirnzellen bestehen zu 85 % aus Wasser. Haben Sie das gewusst? Die Energie, die unser Gehirn benötigt, wird über den Kohlenhydratstoffwechsel (Glukose) generiert, aber auch über „hydroelektrische“ Energie, also durch den Wasserdruck bei der Zellosmose. Das Gehirn ist auf diese zellgenerierte Energiequelle angewiesen, da es nur so die hochkomplexen Vorgänge – und damit seine Leistungsfähigkeit – aufrechterhalten kann.

Was passiert, wenn wir zu wenig trinken:
  • Das Gehirn beantwortet einen wachsenden Wassermangel durch die Aktivierung des Neurotransmitters Histamin. Dadurch werden verschiedene Wasserregulationsmechanismen angeworfen, ein sog. Notfallprogramm, um die in Umlauf befindliche Wassermenge umzuverteilen. Wenn sich das Histamin und die anderen Regulatoren dabei über Schmerz registrierende Nervenbahnen bewegen, können diese starke und fortdauernde Schmerzen auslösen.
  • Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel und Hauttrockenheit können sich einstellen.
  • Der Körper kann Abfallstoffe nicht genügend abtransportieren. Er lagert vermehrt Stoffe ein, die nicht mehr ausgeschieden werden können. Diese werden im Körper abgelagert, oftmals im sog. Pischingerraum:
  • Das hat zur Folge, dass dort die körpereigene Regulation gestört ist und die Regenerationsfähigkeit des Körpers abnimmt. Es behindert die Regulationsfähigkeit.
Was ist eine ausreichende Trinkmenge?

Ich habe Ihnen hier einmal ein Schema aufgestellt, an das Sie sich gut halten können: damit können Sie Ihre tägliche Trinkmenge berechnen und für eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme sorgen.

Für einen gesunden Menschen gelten in der Naturheilkunde 40 ml/kg Körpergewicht als ausreichend.
Bei einem Erkrankten, vor allem bei chronischen Erkrankungen sollten eher 50 ml/kg Körpergewicht getrunken werden.
D.h., wenn Sie 70 kg wiegen, sollten Ihre tägliche Trinkmenge bei 2800 ml (2,8 l) liegen.
Wemnn Sie an einer Erkrankung leiden, sollte die Trinkmenge um ca. 20 % höher liegen, also bei ca. 3400 ml/Tag.

Was zählt zu dieser täglichen Trinkmenge:
  • Stilles Wasser,
  • Kräutertees,
  • Wasser-Fruchtsaftmischungen,
Was sollten Sie nicht in den Wert Ihrer täglichen Trinkmenge einrechnen:
  • Kaffee,
  • Grüner und schwarzer Tee,
  • kohlensäurehaltige Getränke,
  • Früchtetee ( ist in der Regel zu sauer),
  • alle alkoholischen Getränke.

Das heißt, dass Sie diese Getränke zwar in Maßen trinken können, sie werden aber nicht zu der täglichen Trinkmenge gerechnet.

Mein Tipp, wie Sie sich auf diese tägliche Trinkmenge umstellen können:

Regelmäßiges ausreichendes Trinken kann gelernt werden! Sie können sich einen Zeitplan machen, so dass Sie das Trinken als festes Element in Ihren täglichen Ablauf einbauen.

Vor allem morgens, bevor Sie aus dem Haus gehen, ist es wichtig, schon ausreichend zu trinken, denn unser Körper ist nach dem Nachtschlaf leicht ausgetrocknet.

Vielleicht gehen Sie ja gerne logistisch vor:
Morgens, bevor Sie aus dem Haus gehen, können Sie schon 1/2 l Wasser oder Kräutertee trinken.
Dann um 10,00 Uhr nochmal um 12.00 Uhr nochmal, um 14.00 Uhr nochmal.
Um 16.00 Uhr nochmal.
Um 18.00 Uhr nochmal.
Gerade in der Anfangszeit, wenn Sie sich auf eine höhere Trinkmenge einstellen, ist es wichtig, dass Sie sich konsequent daran erinnern und an den Plan halten.

Bei chronischen Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen ist nach meiner Erfahrung das Trinken sehr wichtig. Dadurch können Sie die Stoffwechseltätigkeit erhöhen und für einen höheren Grundumsatz sorgen. Auf dieser Basis greifen auch naturheilkundliche Methoden besser.

Welches Wasser sollten Sie verwenden:

Leitungswasser ist in Deutschland das mit am besten kontrollierte Lebensmittel, das regelt die Trinkwasserverordnung. Als Lebensmittelchemikerin habe ich noch selbst Trinkwasserproben untersucht und analysiert. Deshalb kann ich unser Leitungswasser guten Gewissens empfehlen. Wichtig ist, dass Sie in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung intakte Rohrleitungen haben. Diese sollten Sie überprüfen lassen. Dann brauchen Sie nach meiner Erfahrung keine zusätzlichen Wasserfilter.

Aktivkohlefilter und Ionenaustauscher haben oft das Problem, dass sie nicht keimfrei gehalten werden können. Wasser aus Plastikflaschen bergen die Gefahr einer hormonellen Belastung. Ursachen dafür sind entweder die Wasserquelle selbst, die Abfüllanlage oder das Plastikmaterial.

Wenn Sie Wasser aus Membran- oder Umkehrosmoseverfahren verwenden möchten, müssen Sie vermehrt auf Ihren Mineralstoffhaushalt achten. Dieses reine Wasser wird etwa in Laboratorien oder in der Raumfahrt genutzt, es ist jedoch durch einen Mineralienmangel gekennzeichnet.

Trinken bei Frauenbeschwerden:

Viel Trinken von Wasser und Kräutertee fördert einen guten Stoffwechsel. Dieser wiederum sorgt dafür, dass der Körper ein ausgeglichenes Flüssigkeitsverhältnis hat. Dadurch wird der Regelkreis unseres Flüssigkeitshaushaltes im Gleichgewicht gehalten. Viel trinken bedeutet also nicht: Viel Wassereinlagerung, sondern im Gegenteil!

Trinken Sie viel Wasser (2 bis 3 Liter pro Tag), da dies den Körper entlastet und östrogenbedingten Wassereinlagerungen vorbeugt. Sie können Ihrem Wasser etwas Zitronensaft zufügen, der als natürliches Diuretikum fungiert.

Trinken ist gut für unsere Haut:

Die Haut ist auf einen ausgeglichenen Wasserhaushalt im Körper angewiesen.

Durch genügend Flüssigkeit im Körper wird sie besser durchblutet und der Hautstoffwechsel aktiviert. Die Vitalität wird gefördert. Haut, die unter Wassermangel leidet, kann schrumpelig und glanzlos werden. Kleine Fältchen werden sichtbarer. Wenn Sie über längere Zeit zu wenig Flüssigkeit aufnehmen, wird der Haut immer mehr Feuchtigkeit entzogen.

Vor allem ältere Menschen nehmen oft nicht genügend Flüssigkeit zu sich, da das Durstgefühl sich mit den Jahren verringert. Dadurch verliert die ohnehin schon trockenere Haut noch mehr an Feuchtigkeit.

So, nun wünsche ich Ihnen eine gute Zeit – mit ausreichend Flüssigkeit und guten Gedanken!

Wenn Sie mehr über meine Behandlungsweise erfahren möchten, kontaktieren Sie mich gerne!

Ich nutze die Alternativmedizin zur Behandlung: Der ganzheitliche Ansatz ist in meiner Praxis von großer Bedeutung. Mit verschiedenen Therapiemethoden wie der Homöopathie und der Pflanzenheilkunde kann ich Ihnen helfen, Körper und Seele wieder ins Lot zu bringen.

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Ihre Naturheilpraxis in Karlsruhe

Dr. Claudia Röll-Bolz

 

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