Ist PMS normal?

Vielleicht leiden Sie ja auch jedes Mal vor und bei Ihrer Periode an Unwohlsein oder Sie fühlen sich wie ein anderer Mensch?

Eventuell können Sie sich gar nicht vorstellen, dass es einmal anders sein könnte?

Und: Wäre es nicht schön, wenn Sie sich endlich auch in dieser Phase Ihres Frau-Seins wohlfühlen würden?

Bei etwa 95% der Frauen, die an einem prämenstruellen Syndrom (PMS) leiden, werden die Beschwerden als “normal” angesehen. Hormonelle Schwankungen während eines normalen Menstruationszyklus treten etwa ein oder zwei Tage vor einer Periode mit milden Symptomen auf. Wenn Sie starke Beschwerden vor und nach Ihrer Menstruation haben, wissen Sie, wie sehr die Bandbreite körperlicher, emotionaler und geistiger Symptome Einfluss auf die Bewältigung des Alltags hat. Mir liegt es sehr am Herzen, dass Frauen mit PMS-Beschwerden ihre Lebensqualität erhalten und zurückgewinnen können.

Was ist PMS?

PMS umfasst eine Reihe von physischen und psychischen Symptomen, die bis zu 14 Tage vor Ihrer Periode einsetzen und bis zum ersten oder zweiten Tag Ihrer Periode anhalten. Dabei können einige oder alle der folgenden Beschwerden auftreten:

  • Depression
  • Flüssigkeitsretention
  • Durchfall
  • Angst
  • Empfindlichkeit oder Spannungsschmerz der Brust
  • Verstopfung
  • Schlaflosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Heißhunger
  • Reizbarkeit
  • Müdigkeit
  • Schmerzen im unteren Rückenbereich
  • Stimmungsschwankungen
  • Blähungen
  • Schmerzen im Unterleib
  • Plötzliches Weinen
  • Übelkeit
  • Allgemeine Schmerzen

Oft fühlen sich die Frauen wie auf einer Achterbahnfahrt, die Bewältigung des Alltags wird zur Last und stressige Situationen können überwältigend werden. Schlimm ist auch, dass unsere Umwelt es gar nicht ernst nimmt, wie es uns geht.

Was kann man gegen PMS tun?

Die gute Nachricht ist, dass viel getan werden kann, um PMS-Symptome zu lindern. Sie müssen nicht bei jedem Zyklus leiden. Als Grundgedanke kann es Ihnen helfen, in den Tagen vor der Menstruation behutsam mit sich selbst umzugehen und zusätzliche Ruhezeiten einzuplanen. Gestehen Sie sich ruhig in dieser Zeit eigene Rückzugsmöglichkeiten zu. PMS muss nicht Ihr Leben regieren. Vielleicht stellen Sie sogar fest, dass Ihre Periode ohne Probleme oder Beschwerden verlaufen kann.

Es ist nicht vollständig geklärt, was ein Prämenstruelles Syndrom verursacht, aber wir können davon ausgehen, dass die Hormone Östrogen und Progesteron dabei ebenso eine Rolle spielen wie Entzündungen, die sich auf die beruhigenden Neurotransmitter GABA und Serotonin auswirken. Die Wechselwirkung zwischen diesen Faktoren sind komplex, aber es lässt sich beobachten, dass Frauen positiv auf die Entzündungsreduzierung und somit einem Ausgleich der Neurotransmitter und Hormone reagieren.

PMS Probleme behandeln lassen – Heilpraktikerin Dr. Claudia Röll-Bolz in Karlsruhe

Tipps zur Linderung von PMS-Symptomen:

Bewegung

Regelmäßiges Training ist ein wirksamer Modulator für Hormone, die das PMS beeinflussen und somit Endorphine und andere Wohlfühlchemikalien fördern. Forschungen zufolge kann z.B. ein dreimal wöchentlich durchgeführtes Aerobic-Training sowohl die physischen als auch die psychischen Symptome von PMS um mehr als 50% verringern. Wenn Sie also bisher eher ohne ausgleichende Bewegung gelebt haben, ist jetzt der beste Moment, damit anzufangen.

Das Wohlfühl-Programm

Ätherische Öle, ausreichend Schlaf, Schaumbäder, ein gutes Buch – In dieser Woche dreht sich alles um die Pflege Ihrer Gesundheit.

Essen Sie weniger Fertigprodukte und gönnen Sie sich dafür Leckeres von einem Hofladen oder vom Bauernmarkt. 

Wenn Sie an einem PMS leiden, braucht Ihr Körper eine längere Ruhephase in der Nacht. Gehen Sie nach einem duftenden Schaumbad früher ins Bett und gönnen Sie es sich, ein wenig auszuschlafen.

Es wird vielleicht wie das Letzte, was Sie möchten, aber ein Abendspaziergang oder ein schweißtreibender Yoga-Kurs stimuliert die Endorphine und sorgt für eine emotionale Befreiung.

Vereinfachen Sie Ihr Leben, reduzieren Sie Ihre Aufgabenliste und verschaffen Sie sich mehr Freiraum, denn dies ist im Moment die höhere Priorität.

Entzündungsfördernde Lebensmittel zu vermeiden

Zucker und raffinierte Kohlenhydrate wie Weißmehlprodukte, Pommes Frites, Süßigkeiten, Bonbons, Kuchen und ein hohes Maß an Fruchtzucker, Honig oder Datteln und Ahornsirup sollten Sie in der Zeit vor Ihrer Periode nur in kleinen Mengen nutzen.

Für manche Menschen können auch Milchprodukte entzündungsfördernd sein. Probieren Sie doch einmal während einer 8-wöchige Testphase aus, ob sich die Symptome bei der Verwendung von Ziegen-, Schaf-, und Büffelmilchprodukten lindern lassen.

Beschränken Sie den Genuss von Alkohol und die Verwendung von Fertigprodukten.

Statt frittierter oder bei hohen Temperaturen gebratener Lebensmittel können Sie zum Backen und Braten Oliven- oder Kokosöl verwenden.

Homöopathie bei PMS Beschwerden – Naturheilpraxis in Karlsruhe Dr. Claudia Röll-Bolz

Homöopathische Medikamente für PMS

Es gibt eine große Auswahl an Kräutern und Nährstoffen, die prämenstruelle Beschwerden lindern können. Hier sind einige meiner Favoriten:

Vitamin B6

Dieses entzündungshemmende Vitamin kann Wunder wirken. Es hilft Ihren Körper, den beruhigenden Neurotransmitter GABA und das Hormon Progesteron herzustellen. Welche individuelle Dosis für Sie die passende ist, werden wir während des Gespräches in meiner Praxis herausfinden.

Magnesium

Magnesium unterstützt die Produktion von GABA (Gamma-Aminobuttersäure). Zudem gilt das Mineral ist auch ein Mittel gegen Angstzustände. Es entspannt die Muskeln und wirkt insgesamt entspannend auf den Körper und die Gebärmutter.

Johanniskraut

Dieses Kraut unterstützt die Serotoninproduktion und ist ein „Lebensretter“ für Stimmung, Unruhezustände und erholsamen Schlaf während der prämenstruellen Phase. Bevor Sie Johanniskraut einnehmen, stimmen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt oder Heilpraktiker die Einnahme ab, da dieses Kraut die Wirkung vieler Medikamente verringert.

Vitex agnus-castus (Mönchspfeffer)

Bei manchen Frauen wirkt Mönchspfeffer wohltuend, so dass physische und psychische PMS-Symptome reduziert werden, einschließlich Spannungen in der Brust und Stimmungsschwankungen. Achtung aber, wenn Sie einen sehr unregelmäßigen Zyklus und unregelmäßige Perioden haben, dann sind eher andere pflanzliche Mittel angezeigt.

Und nun noch ein besonderes Rezept für Sie: 

Kurkuma Latte

Curcumin wirkt sich sehr positiv auf einen erhöhten Blutzuckerspiegel auswirkt. Es verbessert und stärkt die Insulinempfindlichkeit der Zellen, so dass mehr Blutzucker aus dem Blut in die Zellen aufgenommen werden kann. Weil auch Insulin und unser Blutzuckerspiegel am hormonellen Geschehen in unserem weiblichen Körper beteiligt sind, hat Curcumin dadurch einen positiven Effekt auf unseren weiblichen Zyklus.

Hier das wohlschmeckende Rezept, kombinieren Sie:

Eine Tasse Kokosnuss-, Mandel- oder andere pflanzliche Milch mit 1 TL Kurkumapulver oder frisch geriebener Kurkuma, einer Prise gemahlener schwarzer Pfefferkörner, ¼ TL Zimt, ¼ TL Honig oder Kokosnusszucker, 1 TL Kokosnussöl und einer Prise Vanillepaste oder -pulver. In einem Topf etwa 5 Minuten lang oder bis zur gewünschten Temperatur leicht erhitzen, aber nicht kochen lassen, da es sonst platzen kann. Wenn Sie frisch geriebene Kurkuma verwenden, seihen Sie das Getränk dann in eine Tasse ab.

 Nach meiner Erfahrung ist es oft eine Kombination aus Lebensstil, homöopathischer ganzheitlicher Behandlung und Ernährung, die PMS-Symptome dauerhaft lindert oder zum Stillstand bringen kann.  Ob und welche der oben genannten Tipps für Ihre individuelle Situation hilfreich sind, klären wir bei einem entspannten Gespräch in meiner Heilpraktiker-Praxis für Frauenheilkunde in Karlsruhe. 

Bei Fragen rufen Sie mich gerne an.

Ihre Naturheilpraxis in Karlsruhe

Dr. Claudia Röll-Bolz

Tel. 07 21 / 9631 8378

 

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