Migräne und Hormonhaushalt

Vielleicht leiden Sie ja auch unter schweren Kopfschmerzanfällen, die bis zu 3 Tagen dauern können? Und Sie greifen häufig zu Schmerzmitteln, um Ihre Schmerzen einigermaßen im Griff zu haben. Wie schön wäre es da, wenn es eine Alternative gäbe, heraus aus diesem Karussell.

Nicht jede Kopfschmerzen sind ist eine Migräne. Wir unterscheiden Spannungskopfschmerzen, Sinuskopfschmerzen, Kiefergelenkkopfschmerzen, Clusterkopfschmerzen, Migräne und sekundären Kopfschmerzen. Sekundäre Kopfschmerzen sind solche, die durch einen anderen Krankheitsprozess verursacht werden, z.B. nach einem Sturz.

Ein Migränekopfschmerz unterscheidet sich von anderen Kopfschmerzen dadurch, dass der Kopfschmerz schwerwiegend und behindernd ist und nicht auf die üblichen rezeptfreien Schmerzmittel anspricht. Der Schmerz pulsiert, pocht oder hämmert. Licht und Geräusche verschlimmern ihn normalerweise. Bei vielen Migränepatienten verschlimmern sich die Schmerzen, wenn sie sich bewegen oder beugen. Übelkeit und Erbrechen sind bei Migräne häufig, meist als direkte Reaktion auf die Schwere der Schmerzen. Menschen, die unter einer Migräne leiden, berichten zudem oft über ein eingeschränktes Sehvermögen (verschwommenes Sehen) und Schwindelgefühle. Bei all diesen starken Beschwerden und Schmerzen bleibt dem Betroffenen oft nur eine Wahl: Raum verdunkeln und in eine ruhige Ecke verkriechen!

Was ist Migräne?

  • Sie tritt anfallsweise auf (Dauer 4-72 Stunden)
  • Sie ist überwiegend mit sehr starken, meist einseitigen Kopfschmerzen und Übelkeit 

verbunden. 

  • eine häufig chronisch verlaufende Erkrankung
  • häufig zusätzliche neurologische Ausfallerscheinungen (Aura).
  • Frauen sind ca. 3x so häufig betroffen wie Männer. Größte Häufigkeit im fortpflanzungsfähigen Alter.
  • Frauen leiden sehr häufig rund um die Menstruation.
  • Die Anfälle kommen sehr häufig in der Post-Stress-Phase:

nach dem Sport, bei ausgelassenen Mahlzeiten und nach längerem Schlaf

  • Nicht zweifelsfrei diagnostizierbar (Simulationsvorwurf…)
Was sind die Warnzeichen:

Wer an einer Migräne leidet, kennt meistens schon die Warnzeichen: 

  • Übelkeit, 
  • Sehstörungen, 
  • Licht- und Geruchsempfindlichkeit, 
  • die berüchtigte „Aura“, 
  • Appetitlosigkeit und 
  • das fortschreitende Pochen einer Kopfseite. 

Was sind die Auslöser für eine Migräne?

Schon ganz normale Umstände wie ein Wetterumschwung, Änderung des Schlaf-Wach-Rhythmus, Hunger, Wochenende können einen Migräneanfall auslösen. Dann gibt es noch Auslöser wie Urlaubsreisen, emotionaler oder beruflicher Stress, Muskelverspannungen, v.a. im Nackenbereich, Medikamente. In diesem Artikel möchte ich Ihnen v.a. den Zusammenhang des Hormonhaushalts und Migräne aufzeigen.

Nach meiner Erfahrung entsteht Migräne durch ein Staugefühl im Kopfbereich. Die Energie kann nicht mehr nach unten abgeleitet werden. Wir haben „zu viel im Kopf“ angestaut.

Migräne & Hormone - Heilpraktikerin Dr. Röll-Bolz in Karlsruhe 2

Als Frauen sind wir aber einem monatlichen fließenden Rhythmus unterworfen, und hier stehen unsere Anpassungsfähigkeit und Hingabe im Vordergrund. Wie ist nun der Zusammenhang von Kopfschmerzen und Periode:

Das Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron

Progesteron ist ein Hormon, das geschlechtsunabhängig produziert wird, obwohl Frauen viel größere Mengen produzieren. Es wird hauptsächlich von den Eierstöcken und in geringerem Maße von den Nebennieren produziert. Jede Zelle im Körper hat Rezeptoren für Progesteron, was bedeutet, dass jede Zelle in jedem Organ durch das im Körper zirkulierende Progesteron beeinflusst wird.

Das Gehirn reagiert besonders empfindlich auf Progesteron, das bei Frauen in der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus in großen Mengen gebildet wird. 

In der Woche vor Beginn der Periode fällt der Progesteronspiegel merklich ab. Während dieser Zeit des schnell sinkenden Progesterons treten am häufigsten Migräne-Kopfschmerzen auf. 

Doch damit nicht genug von den Hormonen. Schauen wir uns die Östrogene an:

Das Hormon Östrogen regt die Mastzellen dazu an, Histamin freizusetzen. Im Umkehrschluss regt das Histamin die Eierstöcke dazu an, mehr Östrogen zu produzieren! Sie sehen also, es ist ein Teufelskreis aus Histamin – Östrogen – Histamin !

Um die Probleme noch weiter zu verstärken, reguliert Östrogen das DAO-Enzym, das zum Abbau von Histamin im Darm benötigt wird. Progesteron erhöht die DAO-Enzymaktivität, sodass sichergestellt ist, dass Sie einen guten Progesteronspiegel haben.

Hat nun eine Frau einen erhöhten Östrogenspiegel, dominiert dieses Hormon seinen Gegenspieler – das oben genannte Progesteron.

Das fein aufeinander abgestimmte Gleichgewicht zwischen den Sexualhormonen wird hierbei in Mitleidenschaft gezogen und kann neben Beschwerden  der Schilddrüse, Herz-Kreislauf-Beschwerden und psychischen Beschwerden eben auch die Ursache für eine Migräne sein. 

Rien ne va plus – Migränebehandlung?  

Viele Migränepatienten berichten von einer Odyssee an Behandlungen, Hausmitteln und kleinen Tricks. Und den meistens Menschen ist klar, dass viele chemische Hormonpräparate nicht nur die Symptome verschleiern, sondern oftmals erhebliche Langzeitwirkungen nach sich ziehen. 

Wenn Sie allgemein an Migräne oder Kopfschmerzen leiden und bereits viele Dinge ausprobiert haben, verzweifeln Sie bitte nicht und geben Sie nicht auf! Meiner Erfahrung können sowohl Migräne als auch chronische Kopfschmerzen homöopathisch behandelt werden. 

Gerade bei einem unausgewogenen Hormonhaushalt mit seinen vielschichtigen seelischen und körperlichen Aspekten ist eine ganzheitliche und individuell abgestimmte Therapie ausschlaggebend für eine dauerhafte Besserung der Beschwerden. 

Möchten Sie raus aus Ihrem Schmerzkreislauf? Ich helfe Ihnen gerne dabei.

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Bei Fragen dazu oder zu einem anderen Thema freue ich mich, wenn Sie mich anrufen:

Tel. 0721-96318378

Ihre Heilpraktikerin in Karlsruhe

Dr. Claudia Röll-Bolz

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