Gibt es einen Zusammenhang zwischen einer Allergie und einer unregelmäßigen Periode?

 

Die Natur erwacht zu neuem Leben und uns zieht es hinaus in die Natur oder den Garten. Für einige von uns ist das Frühlingserwachen mit gesundheitlichen Einschränkungen verbunden.

Wenn die Pflanzen beginnen, ihre Pollen freisetzen, beginnt für Millionen Menschen das Schniefen und Niesen.

Vielleicht kennen Sie das ja auch:

Jetzt beginnt für Sie eine Leidenszeit.

  • Sie haben Niesanfälle
  • Ihre Augen jucken
  • Die Bindehaut ist geschwollen
  • vielleicht juckt und kribbelt es überall in Ihrem Hals.

Und Sie wissen nicht, warum Sie schon wieder unter Ihrem Heuschnupfen leiden müssen.

Bäume, Gräser und Kräuter geben ihre Pollen in Form kleiner Körner in die Luft ab, um andere Pflanzen zu befruchten. Wenn diese Partikeln nun in die Nase einer Person geraten, die eine Allergie hat, geraten – einfach ausgedrückt – die Abwehrkräfte des Körpers durcheinander.
Das Immunsystem betrachtet bei ihnen den Pollenstaub irrtümlicherweise als Gefahr und setzt Antikörper aus, die die Allergene angreifen. Dies führt zur Freisetzung von körpereigenen Substanzen, die als Histamine bezeichnet werden, in das Blut. Histamine lösen die laufende Nase, juckende Augen und andere Symptome aus, die bei Allergien nur allzu bekannt sind. Das kann die Lebensqualität sehr beeinträchtigen und ist für den Körper auch sehr belastend. Müdigkeit, Gereiztheit, Stress können zunehmen.

Selbstverständlich gibt es in meiner Praxis Beratung und Unterstützung, wenn es darum geht, trotz eines Heuschnupfens zu mehr Lebensqualität zurückzukehren. Und gerade Frauen berichten mir häufig von einem Phänomen, welchem ich heute auf den Grund gehen möchte. Denn manche Frauen leiden – als wäre die Pollenallergie nicht genug – während Ihrer Periode unter verstärkten Symptomen.

Stress wirbelt das Immunsystem und den Hormonhaushalt durcheinander

Wenn Frauen Stress ausgesetzt sind (emotional oder physisch, durch Toxine oder übermäßige Exposition gegenüber „stressigen“ Nahrungsmitteln wie Zucker und Gluten oder aufgrund von Schlafmangel oder Infektionen), kommt es zu einem Ungleichgewicht des Cortisolspiegel.

Dadurch wird das Signal zur Erzeugung von Hormonen verschoben. Wenn der Cortisolspiegel beispielsweise zu hoch steigt, neigt der Blutzuckerspiegel ebenfalls dazu, höher zu sein. Zusätzlich tendieren dann unsere gesunden Darmbakterien dazu, sich nicht mehr richtig zu vermehren, also weniger zu werden.

Beides ist eng mit einem unregelmäßigen Menstruationszyklus verbunden.

Also schauen wir uns den Zusammenhang zwischen einer Allergie und einer unregelmäßigen Monatsblutung an.

Zusammenhang zwischen einer Allergie und einer unregelmäßigen Monatsblutung Eine norwegische Studie deutet tatsächlich darauf hin, dass möglicherweise ein Zusammenhang zwischen allergischen Erkrankungen wie Asthma und Heuschnupfen und unregelmäßigen Perioden besteht.
In einer Umfrage unter mehr als 8.500 Frauen im Alter zwischen 25 und 42 Jahren hat das Team festgestellt, dass die Asthma- und Allergie-Raten bei Frauen, die eine unregelmäßige statt einer regelmäßigen Perioden hatten, viel höher war.

Die Thorax-Studie weist auf Stoffwechselprobleme wie eine Insulinresistenz als Ursache für beide hin.

Das Team fügt der Erkenntnis, dass weibliche Hormone bei allergischen Erkrankungen eine Rolle spielen könnten, weitere Überlegungen hinzu.

Atemwegserkrankungen und Menstruationszyklen

Dr. Cecilie Svanes und Kollegen vom Haukeland Hospital in Bergen (Norwegen) befragten zwischen 1999 und 2001 in ihrer Studie die Frauen zu ihren Atemwegserkrankungen und Menstruationszyklen.
Etwa jede vierte Frau (23%) hatte unregelmäßige Perioden – 14% der 25- bis 42-Jährigen und 37% der 43- bis 54-Jährigen.

Bei den jüngeren Frauen waren unregelmäßige Perioden am häufigsten bei denjenigen vertreten, die entweder besonders groß oder klein waren oder an Unter- oder Übergewicht litten.
Bei den älteren Frauen waren die Auffälligkeiten verbunden mit Zigarettenkonsum und dem Zeitpunkt der Wechseljahre.

Die Forscher kamen eindeutig zu dem Schluss, dass Asthma und Allergien bei jüngeren Frauen mit unregelmäßigen Perioden signifikant höher waren als bei Frauen mit regelmäßigen Perioden.
Ihrer Aussage nach wurden die unregelmäßige Perioden oft durch das PCOS-Syndrom verursacht. Ein Zustand, bei dem die Eierstöcke anomale Zysten aufweisen.

Eine unregelmäßige Periode wird laut des Forscherteams häufig durch polyzystische Ovarien (Stein-Levnthal-Syndrom, PCOS-Syndrom) hervorgerufen. Beim polyzystischen Ovarsyndrom stört eine erhöhte Anzahl männlicher Hormone die Follikelreife, wodurch das Heranwachsen des Leitfollikels verhindert wird. Statt eines Leitfollikels wachsen mehrere Eibläschen weiter und gehen dann ohne Ausreifen in der befruchtungsfähigen Eizelle zugrunde.

Das Ergebnis: Es findet kein Eisprung statt – und somit auch keine regelmäßige Monatsblutung. Die betroffenen Frauen leiden darunter, dass die Periode entweder mehr als 35 Tage andauert oder gar ganz ausbleibt.

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Ich wünsche Ihnen eine gute Woche

Ihre Dr. Claudia Röll-Bolz in Karlsruhe

 

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